Pressemitteilung   vom 05.04.2009


   Pressemitteilung   vom 04.04.2009

Bald ruft ’s Heidi auf die Alm

Gestern Start der Arbeiten für neues Wanderlokal bei Nieste - Schon Mitte Juni ist die Eröffnung geplant

Von Thomas Stier

Nieste. Gestern ist der Startschuss für den Bau der Königsalm am Rande des Kaufunger Waldes bei Nieste gefallen.

In rekordverdächtigen elf Monaten, seit der Kasseler Catering-Unternehmer Hartmut Apel und Niestes Bürgermeister Edgar Paul die Idee in die Welt setzten, hat das Projekt sämtliche Planungshürden genommen.

Wenn die bayerische Almhütte wie geplant schon Mitte Juni die Türen öffnet, wird Heidi persönlich die Gäste begrüßen: Heidi Trampedach, Lebensgefährtin von Investor Apel, soll das Ausflugslokal auf dem Höhenzug zwischen Oberkaufungen und Nieste führen.

Für Hartmut Apel, „Niester Junge“ und Chef des Kasseler Catering-Unternehmens, hatte gestern gleich zweifachen Grund zum Feiern: Seinen 54. Geburtstag und den Beginn seines Vorhabens, mit dem er der aufstrebenden Wandergemeinde Nieste neue Impulse zu geben hofft. Besonders stolz ist Apel darauf, dass sämtliche Arbeiten zum Bau der Königsalm an Betriebe in der Region vergeben wurden.

Die müssen mit einem engen Zeitplan zurechtkommen: Schon in vier Wochen sollen die Erdarbeiten fertig sein.

Gleichzeitig wird im Allgäu das neue Wirtschaftsgebäude gebaut, das dann per Tieflader nach Nordhessen gefahren kommt. Dieses Haus wird im gleichen Stil wie die eigentliche Königsalm entstehen, bleibt aber dauerhaft stehen. In ihm finden Küche, Toiletten, Haustechnik, Büro und Sozialräume Platz.

Die Königsalm steht auf einem knapp 13 000 Quadratmeter großen Wiesengelände, das später einmal durch großkronige Kastanienbäume beschattet werden soll und von dem aus ein schöner Blick ins Tal mit dem Ort Nieste und Richtung Bilstein und Meißner reicht.

In der Hütte wird es Platz für 200 Menschen geben, gleichfalls 200 Sitzplätze gibt es im Biergarten. Die Hütte soll ab Mitte Juni sieben Tage die Woche von 11 bis 23 Uhr geöffnet sein, kündigte Apel an.

Die Kreisstraßen-Kreuzung wird ausgebaut, dort entstehen zwei neue Haltestellen der Buslinie 32. Auf einer Wiesenfläche auf der Kaufunger Seite des Höhenzuges baut die Gemeinde Nieste außerdem einen neuen, naturnah gestalteten Wanderparkplatz mit 160 Stellplätzen.


Zu Weihnachten auf Königsplatz

Die Almhütte ist mobil: Bis Ende November bleibt das urige Holzhaus am Kaufunger Wald stehen, dann wird es auf den Kasseler Königsplatz umgesetzt, wo es seit zwei Jahren zu den Attraktionen des Weihnachtsmarktes zählt.

Die Küche wird an beiden Standorten bodenständig und deftig sein. Es gibt bayerische Schmankerln, Biere und Spezialitäten. Künftig werden aber auch Wild, Fisch und Pilzgerichte mit Zutaten aus dem Naturpark serviert werden, auch Schaf und Lamm aus den Herden heimischer Schäfer sollen die Speisekarte bereichern.

„Wir wollen eine einfach, aber gute bayerische und regionale Küche anbieten“, formulierte Investor Hartmut Apel seinen Anspruch an die Königsalm. (tom)


Der Bagger steht bereit: Der künftige Landrat Uwe Schmidt übergab persönlich die Baugenehmigung für die Königsalm an Investor Hartmut Apel, der gestern auch noch seinen 54. Geburtstag feierte. Von links: Sohn Nicolas Trampedach, Bürgermeister Edgar Paul, Schmidt und Apel, dessen Lebensgefährtin und künftige Almwirtin Heidi Trampedach und Niestes Sagengestalt, der Niester Riese.  Foto: Stier

„Ein idealer Standort“
 
Auch aus Sicht des Naturparks Meißner-Kaufunger Wald ist der Standort der Königsalm nahe der Kreisstraße zwischen Oberkaufungen und Nieste hervorragend geeignet. Geschäftsführer Marco Lenarduzzi gestern: „Der Platz ist ideal, weil er verkehrsgünstig liegt und weit weg ist von sensiblen Bereichen des Naturparks.“

Aufgabe des 93 000 Hektar umfassenden Naturparks – er ist der drittgrößte Hessens – sei es, Mensch und Natur zusammenzubringen, sagte Lenarduzzi. Um erfolgreich sanften Tourismus betreiben zu können, brauche es auch Einkehrmöglichkeiten.

Der Geschäftsführer verwies darauf, dass sechs Wanderwege im Naturpark Meißner unter den Top Ten der 36 Premiumwege Hessens seien. Nur eine schöne Landschaft reiche aber nicht, um Wanderer anzulocken, auch eine zünftige Jausenstation sei nötig.

Direkt neben der Königsalm liegen das Wandergebiet Gerholdsberg und das geschichtsträchtige Gläsnertal, das zum Bilsteinturm führt. (tom)

 


   Pressemitteilung   vom 30.03.2009

Baustart für die Königsalm

Spatenstich ist für 3.April geplant

Nieste. Mit einem symbolischen Spatenstich sollen am Freitag, 3. April, die Arbeiten zum Bau des neuen Ausflugsziels im Kaufunger Wald, der Niester Königsalm, starten. Die kleine Feier beginnt um 11 Uhr auf der Höhe zwischen Oberkaufungen und Nieste. An ihr werden Vertreter des Regierungspräsidiums Kassel, der Kreise Kassel und Werra-Meißner, von Hessenforst und der Gemeinde Nieste teilnehmen, interessierte Besucher sind gleichfalls willkommen.

Die Königsalm ist eine Holzhütte in bayerischem Stil, die von dem Kasseler Catering-Unternehmer Hartmut Apel betrieben wird und zum Weihnachtsmarkt auf dem Kasseler Königsplatz steht.

Noch im Sommer dieses Jahres soll das rustikale Ausflugslokal den Wanderern, Radfahrern und anderen Besuchern zur Verfügung stehen. (tom)


   Pressemitteilung   vom 11.02.2009

Grünes Licht für Bau der Königsalm

Keine Bedenken mehr gegen das Ausflugslokal auf dem Höhenzug zwischen Nieste und Kaufungen

Von Thomas Stier



So könnte das neue Ausflugsziel am Kaufunger Wald aussehen: Eine vom Landkreis Kassel erstellte Computer-Animation zeigt das urige Holzhaus in bayerischem Stil auf seinem künftigen Standort oberhalb von Nieste (Bildhintergrund). Wenn der Zeitplan von Investor Hartmut Apel eingehalten wird, könnte die Hütte im Juni öffnen.

Nieste. Der Zentralausschuss der Regionalversammlung hat grünes Licht für den Bau der Königsalm auf dem Höhenzug zwischen Nieste und Kaufungen gegeben. Gegen das Vorhaben, dort am Waldrand ein Ausflugslokal für Wanderer im bayerischen Stil zu errichten, hatte in dem Ausschuss lediglich der Vertreter der Grünen gestimmt. Der Regionalplan Nordhessen kann nun entsprechend geändert werden.

Das Regierungspräsidium Kassel hat damit keine Bedenken mehr gegen das Vorhaben des Kasseler Catering-Unternehmens Hartmut Apel, die Königsalm für elf Monate im Jahr vom Kasseler Weihnachtsmarkt auf dem Königsplatz an den Rand des Kaufunger Waldes zu verpflanzen. Voraussetzung: Die Zufahrt zur Hütte erfolgt direkt von der Kreisstraße zwischen Kaufungen und Nieste. Auf Kaufunger Seite soll ein zentraler Wanderparkplatz entstehen, der jetzige Parkplatz Tannenhütte wird geschlossen. Durch das neue Wanderlokal mit seinen maximal 400 Sitzplätzen in der Almhütte und dem Biergarten werde das gastronomische Angebot im Naturpark Kaufunger Wald wesentlich verbessert, heißt es in der Stellungsnahme des RP zu dem Vorhaben.

Wildkatzen nicht in Gefahr

Auch die Sorgen um den Bestand der Wildkatzen im Kaufunger Wald wurden ausgeräumt. Diplom-Biologe Karsten Hupe hat untersucht, ob die Umwandlung der Ackerfläche in den Standort für die Königsalm Auswirkungen auf die seltenen Tiere haben könnte. Hupes Einschätzung: „Der Bau der Königsalm wird für die Wildkatzen-Population Kaufunger Wald, Meißner und Söhre mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Bedeutung beziehungsweise Auswirkung haben“.

Die Obere Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidium Kassel hatte danach keine weiteren Einwände mehr.

Das RP bewertet das touristische Entwicklungskonzept Niestes, das seine Angebote besonders für Wanderer mit eigener Wanderschule stark ausbaut, höher als siedlungsplanerische Bedenken.


 


  Pressemitteilung   vom 08.02.2009


 

 

   Pressemitteilung   vom 28.11.2008

Klares Ja zur Königsalm
 

Einige Hindernisse scheinen ausgeräumt – Zentraler Wanderparkplatz geplant

Von Thomas Stier

 


Publikumsmagnet: Die Almhütte auf dem Kasseler Königsplatz erfreut sich bei den Weihnachtsmarktbesuchern großer Beliebtheit. Künftig soll die urige Hütte das Jahr über in Nieste stehen, zum Weihnachtsmarkt soll sie dann immer auf dem Königsplatz in Kassel aufgebaut werden. Archivfoto: Koch


Zwei Gebäude: Die Königsalm erhält ein festes Gebäude und die mobile Almhütte.
Zeichnung: Schmidt/nh

Hintergrund

Ganzjähriger Betrieb möglich
 

Bauplaner Detlef Schmidt stellte die Pläne für die eigentliche Almhütte vor. Die soll rundum so von Nadel- und Laubbäumen umstellt werden, dass sie vom Tal her nicht weiter auffällt.

Geplant ist der Bau eines fest stehenden Gebäudes für Küche und Versorgungseinrichtungen, das auch 60 Sitzplätze erhalten soll, sodass die Hütte ganzjährig betrieben werden kann. Die eigentliche Königsalm – sie soll zum Kasseler Weihnachtsmarkt immer auf den Königsplatz umgesetzt werden - wird 140 Sitzplätze im Inneren und 200 im Biergarten erhalten. (tom)


NIESTE. Der Bau der Königsalm als Wandererziel auf der Höhe zwischen Nieste und Kaufungen ist ein gutes Stück näher gerückt. Am Mittwoch stimmte das Parlament der kleinen Gemeinde Nieste einstimmig für die nötige Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung eines Bebauungsplanes. Ebenso wichtig: Für die von Straßenplanern und Hessen-Forst geäußerten Bedenken gegen das Vorhaben zeichnen sich Lösungen ab. Problematisch sind noch die Einwendungen der Naturschutzbehörden, die sich um den Artenschutz – besonders die hier beobachtete Wildkatze – sorgen.

Für die Bedenken von Hessen-Forst und dem Kasseler Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) scheint es Lösungen zu geben. Hessen-Forst wollte den Weg zum Wanderparkplatz Tannenhütte von parkenden Autos der Almhütten-Besucher frei halten, weil über diesen Weg zwei Drittel des Holzeinschlages im Kaufunger Wald abtransportiert werden. Das ASV wiederum will die Zufahrt zur Hütte aus Sicherheitsgründen nur von der Kreuzung der Kreisstraßen aus gestatten. Beides wäre nun möglich.

Detlef Schmidt vom Büro für Freiraum- und Landschaftsplanung in Grebenstein, der die Bauleitplanung für das Projekt übernommen hat, stellte die Lösung vor: Danach soll auf einer Wiese auf der Kaufunger Seite des Höhenzuges ein zentraler Wanderparkplatz gebaut werden. Von dort würde ein 200 Meter langer Fußweg zur Hütte führen. Die Zufahrt zu dem naturnah gestalteten Parkplatz mit 62 ständigen und weiteren 102 Bedarfs-Abstellflächen soll von der Kreuzung der Kreisstraßen aus erfolgen. Die Einmündung des Weges auf die Kreisstraße 6 soll deltaartig so verbreitert werden, dass auch große Holzlastwagen besser als derzeit abbiegen können. Der heutige Wanderparkplatz Tannenhütte soll geschlossen werden, was für mehr Ruhe am Waldrand sorgen würde. Auch die Besucher des Wandergebietes Gerholdsberg zwischen Jugendburg Sensenstein und Freizeitheim Rotte Breite sollen ihre Autos auf der neuen Parkfläche abstellen.

Finanziert würde der Parkplatz von der Gemeinde Nieste, die Investor Hartmut Apel beteiligen würde. Kommende Woche sollen in Gesprächen mit der Oberen Naturschutzbehörde die Bedenken wegen des Artenschutzes ausgeräumt werden, kündigte Bürgermeister Edgar Paul an. Letztlich, so Planer Schmidt, beruhten die Bedenken auf der Sichtung einer einzigen Wildkatze 300 Meter vom Standort entfernt.

Investor Apel habe zugesagt, in der Almhütte weder eine Beherbergung vorzusehen noch auffällige Leuchtreklamen anzubringen, die die Tiere abschrecken könnten, erläuterte Schmidt. Der Lebensraum der Wildkatze liege ohnehin im weitläufigen Kaufunger Wald. Der Bereich um die Almhütte sei heute schon durch die nahen Kreisstraßen, die Holztransporter, die Autos der Wanderer und die Ortslage von Nieste belastet und für die Wildkatzen nicht attraktiv. Schmidt, Paul und Apel zeigten sich zuversichtlich, dass bis Ende März Baurecht für die Königsalm bestehen kann. Spielt auch noch das Wetter mit, könne die bayerische Almhütte noch im nächsten Sommer erstmals ihre Tore für Ausflügler öffnen.

 


   Pressemitteilung   vom 08.10.2008

Rückenwind für die Königsalm
Landrat Schlitzberger unterstützt Bau des Ausflugslokales auf Höhe zwischen Nieste und Kaufungen

Nieste / Kreis Kassel. „Die Königsalm bei Nieste wäre eine tolle Ergänzung zum touristischen Angebot rund um den Sensenstein.“ Mit dieser Einschätzung sorgte Landrat Dr. Udo Schlitzberger für Rückenwind vom Kreis für die Pläne der Gemeinde, eine mobile Almhütte auf die Höhe zwischen Nieste und Kaufungen zu stellen.
 

Die Attraktivität der Wanderregion Nieste könne damit noch weiter gesteigert werden - außerdem biete der Standort in der Nähe der Straße eine breite Palette von unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten, erklärte Schlitzberger. „Die Königsalm rundet die bisherigen touristischen Initiativen der Gemeinde ab und ist auch eine gute Ergänzung zum Angebot der Jugendburg und Sportbildungsstätte Sensenstein“, sagte der Landrat.


Die vom Naturschutzbund des Werra-Meißner-Kreises geäußerten Bedenken, der zu erwartende Trubel rund um die Almhütte könnte die Tierwelt und besonders die scheue Wildkatze verschrecken, teilt Schlitzberger nicht. Der Standort sei mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises abgestimmt.
 
 

Im Computer steht sie schon auf der Höhe über Nieste: In der vom Landkreis Kassel gefertigten Fotomontage wurde das geplante Ausflugsziel für die Wanderleute im Kaufunger Wald und am Gerholdsberg schon einmal auf die Wiese am Wanderparkplatz Tannenhütte gestellt. Vorn rechts die Sagenfigur des Niester Riesen. Foto: Kreis/nh

Keine Ballermann-Gefahr
 

Erfahrungen mit Freizeitangeboten in Waldnähe in anderen Kreiskommunen hätten gezeigt, dass mit dem richtigen Konzept keine Gefahr für „ein Ballermann im Kleinen“ besteht. Die von der Gemeinde und dem Investor Hartmut Apel beabsichtigte Einbindung in die Konzeption des Naturparks Meißner-Kaufunger Wald zeige, dass es bei der Königsalm um eine gelungene Vernetzung von Wandertourismus, Informationsangeboten zur Natur und lokaler Kulturgeschichte sowie gastronomischen Angebot geht.
 

Der Kreis werde die Gemeinde bei der Realisierung der Planungen unterstützen, kündigte Schlitzberger an. „Wenn sich durch die mögliche Zufahrt von der Kreisstraße zwischen Kaufungen und Nieste her die Verkehrssicherheit auf der Kuppe erhöht, profitieren auch die Autofahrer von der Königsalm“, ist sich der Landrat sicher.
 

Wie berichtet, plant der Kasseler Catering-Unternehmer und Niester Bürger Hartmut Apel, das große Holzgasthaus Königsalm auf einem derzeit als Ackerfläche genutzten Stück Land am Wanderparkplatz Tannenhütte zu bauen und ab Mai nächsten Jahres zu betreiben. Während des Kasseler Weihnachtsmarktes soll das Gasthaus in bayerischem Stil auf dem Königsplatz stehen. (tom)

 

Parlament einstimmig für die Hütte

Ackerland wird Sonderbaufläche


Ohne Gegenstimme hat die Almhütte die erste parlamentarische Hürde genommen. In ihrer jüngsten Sitzung billigten die Abgeordneten von SPD und CDU einhellig die für den Hüttenbau erforderliche Umwandlung des Ackerlandes in Sonderbauflächen.
 

Insgesamt 400 Plätze

 
Bauplaner Detlef Schmidt hatte zuvor den Volksvertretern und dem Publikum die Planungen vorgestellt. Danach soll die Berghütte in bayerischem Stil über 200 Plätze im Innenbereich und noch einmal 200 Plätze im Biergarten verfügen.

 
Geplant ist der Bau eines festen Bewirtschaftungshauses mit Küchen, Toilettenanlagen und Nebenräumen. Im Obergeschoss soll auch eine Wohnung eingerichtet werden, damit die doch recht einsam gelegene Almhütte vor allem nachts nicht so leicht Ziel von Einbrechern wird.

 
Fünf Großveranstaltungen
 

Um die Belastungen der Niester Bevölkerung durch Partylärm zu vermindern, sollen jährlich nur etwa fünf Großveranstaltungen genehmigt werden, erläuterte Landschaftsplaner Schmidt.

SPD-Fraktionsvorsitzender Olli Pick begrüßt das Vorhaben als zukunftsweisend und erforderlich, um den Wandertourismus in Nieste weiter zu entwickeln. (tom)
 

 

 

 


   Pressemitteilung   vom 29.09.2008

Parken bleibt ein Hauptproblem
Geplante Königsalm heute im Parlament von Nieste – Hessenforst-Sorgen um Holzabfuhr an Tannenhütte

Von Thomas Stier

Nieste. Die urige Holzhütte Königsalm soll zwar zum Kasseler Weihnachtsmarkt auf dem Königsplatz stehen, den Rest des Jahres aber als Ausflugsziel im Wanderquartier des Kaufunger Waldes bei Nieste dienen.

Diese Idee des Kasseler Catering-Unternehmers Hartmut Apel ist in dessen Heimatgemeinde Nieste überwiegend mit Begeisterung aufgenommen worden. Es gibt aber auch kritische Stimmen.

Gewichtige Einwände kommen vom Landesbetrieb Hessenforst. Der nämlich fährt über den Waldweg am Wanderparkplatz Tannenhütte rund die Hälfte des gesamten Holzeinschlages aus dem Kaufunger Wald ab. Der Weg, der zudem zur Gemarkung von Großalmerode im Werra-Meißner-Kreis gehört, müsse am besten frei von jeder anderen Nutzung bleiben. Keinesfalls dürfe er durch Fahrzeuge der Almhüttenbesucher blockiert werden.


Zentral und trotzdem ganz nah an der Natur: Der geplante Standort der Almhütte auf der Höhe zwischen Oberkaufungen und Nieste wäre auch für die Gäste von Sensenstein und Rotte Breite gut erreichbar. Foto: Google-Earth/Grafik: HNA/Jordan



Niestes Bürgermeister Edgar Paul würde am liebsten den Weg einfach verbreitern, um so Platz für die Autos zu schaffen. Ohnehin werde der Wanderparkplatz ja von den vielen Waldbesuchern angesteuert, das bleibe auch so, mit oder ohne Almhütte.

Eine andere Lösung wäre der Bau eines Parkplatzes auf einer angrenzenden Wiese auf der Kaufunger Seite des Hügelkammes (siehe Google-Earth-Bild oben). Dazu würde auch eine neue Zufahrt von der Kreisstraße her gebaut, was wiederum die Verkehrssicherheit auf der Kuppe verbessern würde.

Wunsch wäre erfüllt


Paul zeigte sich zuversichtlich, die für den Parkplatz benötigte Wiesenfläche kaufen zu können. „Der Wunsch von Hessenforst, den Weg nicht für die Hütte zu nutzen, wäre damit erfüllt“, sagte Paul.

Energischen Widerstand gegen das Vorhaben hat der Naturschutzbund im Werra-Meißner-Kreis angekündigt. Der Nabu hat schwere Bedenken angemeldet, weil der Trubel rund um die Hütte die Tiere stören könnte. Beispielsweise habe es hier 41 Sichtungen von Wildkatzen gegeben, die nahe liegendste war nur 300 Meter vom geplanten Hüttenstandort entfernt gesehen worden.

Bürgermeister Paul berichtete im Gespräch mit der HNA über die Bereitschaft des Investors, sich an Ausgleichsmaßnahmen für diese Beeinträchtigung der Tierwelt zu beteiligen. So solle entsprechend eines Öko-Punkte-Systems Geld für das Projekt „Rettungsnetz für Wildkatzen“ gegeben werden, mit dessen Hilfe die Wanderwege der scheuen Räuber im Kaufunger Wald verbessert werden sollen. Weitere Bedenken der Träger öffentlicher Belange gegen das Vorhaben sieht Paul leicht ausgeräumt: Gefordert war eine Einbindung der Hütte in das Konzept des Naturparks Meißner–Kaufunger Wald. Das sieht Paul zum Beispiel dadurch erfüllt, dass die Hüttenküche Wildbret aus dem Naturpark und Fische aus den Niester Teichen auf der Speisenkarte führen werde. Zudem werde hier Info-Material ausgelegt, stehe die Hütte genau auf dem Schnittpunkt der drei Wandergebiete Gerholdsberg, Kaufungen und Gläsnertal/Bilstein. Die nächste Hürde des Projektes dürfte niedrig sein: Am heutigen Montag befasst sich das Parlament Niestes ab 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus damit. Sowohl SPD und CDU haben bereits signalisiert, dass sie zustimmen werden.

 

Test mit vier Trompeten und drei Tuben
 
Das war mal eine praxisnahe Untersuchung: Um zu testen, ob vom möglichen Feierlärm auf der Königsalm etwas in die Wohngebiete Niestes schallt, ging der Musikzug Nieste am 12. September um 20.10 Uhr in die Vollen: Fünf Klarinetten, vier Trompeten, drei Tuben, eine Basstrommel, eine Snaredrum, eine Posaune und ein Becken intonierten mehrere Musikstücke so laut es nur ging. Ausgeleuchtet wurde das Konzert am Waldrand durch die Feuerwehr.

Das Ergebnis: Im Birkenweg – er liegt mit 750 Metern dem Almhütten-Stand am nächsten - war die Musik selbst bei absoluter Stille nur bei genauem Hinhören zu vernehmen. Autos auf der Kreisstraße überdeckten sie fast vollständig. Damit, so Bürgermeister Paul, scheinen Bedenken wegen einer Lärmbelastung im Neubaugebiet Am Krugehof ausgeräumt. Auch die Musik aus einer voll aufgedrehten Stereoanlage sei nicht zu hören gewesen.

Ohnehin, so der Verwaltungschef, werde die Almhütte vor allen Dingen als Ausflugsziel für Wanderer und Naturfreunde dienen. Richtig Remmidemmi gebe es zwei- bis dreimal im Jahr: am 1. Mai, am Vatertag und vielleicht einmal zu Erntedank. Nieste bleibe davon akustisch unberührt. (tom)


  Pressemitteilung   vom 21.09.2008


 


   Pressemitteilung   vom 16.08.2008

Die Königs-Alm soll auf den Berg
Attraktion vom Kasseler Weihnachtsmarkt soll Ausflugslokal zwischen Nieste und Oberkaufungen werden





   Pressemitteilung   vom 29.12.2007
 



Pressemitteilung   vom 02.12.2007
 


 



  Pressemitteilung  vom 14.11.2007

Bauherr und Bauarbeiter: Hartmut Apel (links) hat die Königs-Alm in Auftrag
gegeben. Aufgebaut wird sie natürlich von zwei echten "Allgäuer Buarn", dem
Allgaier Josef und dem Köberle Hubert (rechts).   Foto: Koch
 


Pressemitteilung   vom 14.11.2007